Beton Boxen im Eigenbau

Die ursprüngliche Idee stammt von einem Artikel aus der Hobby-Hifi Ausgabe 4/2002. Bevor die Idee der Betonboxen geboren war, wurde ein Stereo-System aus MDF-Platten aufgebaut. Besonders sie Räumlichkeit der Satelliten überraschte. Wenige Zeit später wurde ein Surround-System mit Subwoofer aufgebaut, um auch DVDs genießen zu können. Diese Lautsprecher sollte allerdings nun aus Beton gefertigt werden.
Die Innenmaße der Sats wurden direkt übernommen, nur die Wandstärke wurde vergrößert, um das Betongießen zu erleichtern. Für den Sub war das vorgeschlagene Verstärkermodul nicht mehr erhältlich. Deshalb musste auf das AM80 von Mivoc ausgewichen und die Abmessungen des Subs an das neue Modul angepasst werden.
Folgende Chassis wurden verwendet: Die Satelliten wurden mit Dämmmaterial gefüllt und an der Rückseite wie im Artikel beschrieben mit einer kontrollierten Undichtheit versehen. Dadurch erreichen die sehr kleinen Sats eine teifere Grenzfrequenz. Die Besonderheit des Tieftöners ist die Membran aus Kohlefaser, welche trotz geringem Gewicht große Stabilität aufweist. Abschließend bekam der Sub noch ein doppeltes Intertechnik HP50 Bassrefelxrohr.
Beim Sub gab es allerdings auch die größten Probleme wegen der Dichtheit des Gehäuses. Ist nämlich auch nur ein kleiner Spalt offen, kann der Subwoofer nicht mehr effizient arbeiten und fängt auch bei geringer Lautstärke zu krachen an. Deshalb muss alles sorgfältig am besten mit Sillikon abgedichtet werden. Weiters sind die extrem tiefen Frequenzen, wie sie auf DVDs abgemischt werden, für diesen kleinen Sub einfach zu laut. Deshalb wird der Hochpass des Verstärkermoduls an eine höhere Grenzfrequenz angepasst, damit dieses die Frequenzen unterhalb von 35Hz abschneidet.

Ergebnis: Die positiven Eigenschaften der MDF-Ausführung sind erhalten geblieben und zusätzlich sind aufgrund des starren und schweren Gehäuses nun auch die tieferen Bereiche für die Satelliten kein Problem mehr. Der Bass der Satelliten ist hier viel klarer als bei der Version aus Holz. Einen Bausatz für die Satelliten (Chassis, Bauteile für die Frequenzweiche) gibts im Lautsprechershop.
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Die Gussform für die Lautsprecher-Boxen wurde am Computer konstruiert, und dann aus Holz gebaut. Zur Verstärkung der Konstruktion wurden Drahtgitter in den Beton-Körper mit eingegossen. Um den Innenraum der Boxen auszusparen wurden für jede Box eine sogenannte "verlorene" Form aus Wachs gegossen, für die auch wieder eine Gußform aus Holz gebaut wurde. Auf diesem Foto ist die Form für das Wachs in die Form für den Beton eingesetzt. So sieht die Wachsform aus. Von hinten. Und von vorne. Die fertige Innenform, Aussenform, und der Stabilisierungskäfig. Der Betongußvorgang ist abgeschlossen. Die Frequenzweichen für die Satelliten-Lautsprecher. Ordentlich verklebt. Fertig zum Betongießen: Beton wird eingefüllt. Die verlorene Form für den Subwoofer wird gegossen. Das Logo in der fertigen Box wird perfektioniert. Alle fünf fertigen "Rohlinge". Die innere Form für den Subwoofer. Der Boten ist eingefüllt. Und die Aussparung für das Verstärker-Modul wird eingesetzt. Hat geklappt. Die grundierten Boxen sind fertig für die Zwei-Farb-Lackierung. Der Subwoofer ist fertig, jetzt muss nur noch das Wachs rausgeschmolzen werden. Das Logo. Die zweite Lackier Runde. Schaut schon ziemlich gut aus, alle Boxen Gehäuse sind fertig, die Lautsprecher und Frequenzweichen warten auf den Einbau. Dämmmaterial, Filzfüße und Anschlussklemmen liegen bereit. Der Subwoofer wird verkabelt. So schaut er fertig aus. Ein letzter Handgriff. Mission accomplished. Projektleitung und Ausführung: Markus Egger
Beratung und Unterstützung bei Elektronik Fragen: Albert Frisch
Homepage und Kommentare: Richard Spindler